Nun ist es Zeit…..
11. März 2008Schon seit Wochen nehme ich mir vor meinen Blog zu starten. Aber - ich kann doch nicht schreiben!!!
Am Wochenende war ich mit einer Freundin an der “Lebenskraft” in Zürich und liess, aus purer Neugierde, eine Fotographie meiner Aura machen, mit dazugehöriger Erklärung natürlich. Und was hör ich da - ich hätte Talent zum schreiben, es sei fast eine meiner Lebensaufgaben es zu machen. Nicht, dass mir das den Glauben in meine diesbezüglichen Fähigkeiten stärken würde, nein, es gab mir nur den definitiven Kick es anzupacken.
Seit 4 Jahren habe ich eine kleine, exklusive Partnervermittlung für Menschen ab 50. Im Freundes- und Bekanntenkreis habe ich immer wieder erlebt, wie schwer sich Menschen, die plötzlich wieder alleine sind, mit ihrer Situation zurechtfinden. Vor allem Männer, die beruflich erfolgreich, immer Beziehungen angeboten bekamen und privat die Pflege des Beziehungsnetzes der Frau überliessen, zeigen Mühe damit. Ich wurde auch damit konfrontiert, dass viele Partnervermittlungen einfach Adressen vermitteln und gar nicht auf die Biographie, die Persönlichkeit und die Vorstellungen der Interessierten eingehen. Ich glaubte, das besser zu machen und startete mit viel Herzblut mein kleines Unternehmen……..
Roswitha Clavadetscher
Am 7. Januar 2009
Liebe Verena
Sicher geht es in Beziehungen immer wieder um unrealistische Erwartungen die gleichzeitig unsere Beziehungsfallen sind. Klären könnte das eine Therapie sicher. Aber man muss es zuallererst selber merken und sich bewusst werden, dass man nur bei sich etwas ändern kann. Vielleicht ändert sich dann aussen auch was. Das von Dir beschriebene Beziehungsmuster ist verbreitet. Man meint aus Liebe zu handeln und erwartet vom Gegenüber dasselbe. Aber, auch wenn Gefühle in einer Beziehung sehr wichtig sind, man sollte sich primär am Verstand orientieren. Sonst passiert es eben, dass man sich verliert, auch die Würde aufgibt um auf eine falsche Art die Beziehung zu stabilisieren. Und der Partner fühlt sich vielleicht mit einer so bedingungslosen Hingabe auch überfordert. Wie Du das schreibst, man muss lernen sich selber zu verwirklichen und sich nicht im Windschatten eines Mannes bewegen. Solche Beziehungsmuster engen gegenseitig nur ein, erzeugen Aggressionen und man entfremdet sich von sich selber und in der Partnerschaft.
Ich hoffe, dass Du einen bewussten Mann findest mit dem es Du nochmals, und in Nähe sowie Autonomie angehen kannst.
Herzlich
Roswitha
V. v. S
Am 5. Januar 2009
Liebe Suchen-und Findende im n2late,
ich habe mit Interesse die Beiträge gelesen und melde mich als Frau zu Wort.
Ich möchte Bezug nehmen zur Frage ob Mann oder auch Frau nach einer Scheidung eine Psychotherapie in Anspruch nehmen sollte bevor sie oder er in die Wiederholungsfalle tappt?
Geht es nicht letztlich darum bewusst zu werden,wo unsere unrealistischen Erwartungen und Hoffnungen zum Scheitern unserer Beziehungen beigetragen haben? Wir nehmen ja unseren Rucksack mit in die nächste Partnerschaft und ziehen unbewusst oft durch Resonanz wieder einen ählnlichen Partner an, mit dem wir die Kollusion, die das Scheitern der ersten Bezihung verursacht hat, wiederholen. Das Scheitern ist vorprogrammiert!
Für mich war eine Therapie not-wendig…. Mir wurde klar wie meine eingefahrenen Beziehungsmuster die Beziehung zu mir selbst verunmöglichten und folglich zu meinem Partner.
Mein Fallstrick war, dass ich in meiner ambivalenten Suche nach Nähe und Geborgenheit, der die Angst vor Verlust der eigenen Autonomie entgegenstand, mich mit meinem Partner verstrickt hatte.
Also suchte ich Ent-wicklung aus der Ver-strickung,um zu erkennen, dass beides möglich ist. Nähe und Geborgenheit, die auch wieder Distanz , Autonomie und das Alleinsein ermöglichten und vice versa. Nicht entweder oder, sowohl als auch.
Dazu brauchte ich Hilfe.
Ich habe verstanden und begriffen, dass ich eine Tendenz hatte mich in der Ehe zugunsten meines Mannes die eigene Entwicklung zurückzustellen, was für mich frustrierend und unbefriedigend und krankheitserzeugend war und zusätzlich meinen Partner gefährdete. Dadurch, dass ich auf die eigene Entfaltung verzichtete, hatte ich um so höhere Ansprüche an meinen Partner. Um diesem Selbstverzicht einen Sinn zu geben, sah ich mich in meinem Partner verwirklicht! Der Mann an meiner Seite war zunächst dankbar jemanden zu haben, der ihn unterstützte und förderte und ganz zu ihm hielt. Erst viel später merkte er, dass er sich von seinem wahren Selbst aich entfernt hatte.Er fühlte sich von sich selbst entfremdet, was meinem Selbstverzicht nicht unähnlich war.
Mein Ausstieg aus dieser Co-Abhägigkeit konnte ich nur Dank einer Therapie bewältigen,sonst wäre ich mit Sicherheit in die nächste Falle geraten!
Ich denke Therapie ermöglicht eine ganz intime Begegnung mit sich selbst in einem geschützten therapeutischen Rahmen, die dann auch im Aussen auf eine entsprechende Resonanz stossen kann und wird.
“The world breaks everyone and afterword many are strong at the broken places”
Ernest Hemingway
Roswitha Clavadetscher
Am 16. Dezember 2008
Lieber Odysseus
Endlich. Es scheint doch mutige Männer zu geben die die richtigen Fragen stellen. Also, ich würde gerne aktiver schreiben, aber ohne Resonanz ist es kein Vergnügen. Du hast mich wieder aus der “Versenkung” geholt und ich nehme die Herausforderung an.
Eines der Hindernisse zu einem anregenden Austausch ist sicher, dass meine Zielgruppe kaum weiss was ein Blog ist. Wie könnte man das ändern?
Sicherheitsüberlegungen sind vielleicht auch ein Thema. Aber was kann schon passieren? Leserbriefe an Tageszeitungen sind da viel weniger anonym und werden doch geschrieben.
Dein Eindruck von der hohen Messlatte ist sicher nicht falsch. Aber ich möchte mich von der Masse abheben und suche seriöse Kunden, keine Laufkundschaft die es sich zum Hobby macht Frauen kennen zu lernen. Ich glaube an Stil und Klasse und suche Menschen die das auch haben. Anderes gibt es sonstwo.
Nun hoffen wir beide das in der Advents- und Weihnachtszeit noch andere Menschen die auf der Suche nach einem wirklichen Partner sind im Internet meine Seite und unseren Blog finden.
Alles Liebe und Gute
Roswitha
Odysseus
Am 19. November 2008
Liebe never2late,
vor ein paar Tagen bin ich, nicht ganz zufällig – Google hat dabei nachgeholfen, auf deine Internetseite gestossen. Dein stilvoller und übersichtlicher Auftritt frei von überladener Werbung und die treffenden Zitate, sprechen mich an. Richtig spannend wurde es aber vor allem nach einem Klick auf das letzte Register – dem Blog.!
Da stellt jemand gute und heikle Fragen, ohne gleich selber die Antwort zu geben. Zum Beispiel zu “Visionen und Realität“ in einer sich anbahnenden Partnerschaft. Oder auch die Frage nach den “guten Männern”, die mich (als Mann) gleichzeitig beruhigt und provoziert! Ganz anders als bei anderen Partnervermittlungen, bei denen vor allem von Erfolgsstories die Rede ist, werde ich hier zum Austausch in einer neuen virtuellen Welt eingeladen! Und es reizt mich mitzumachen, obwohl ich über keinerlei Blog – Erfahrung verfüge!
Bei genauerem hinsehen stellen sich aber schon die ersten Fragen:
- Warum so wenig Feedback bei so spannenden Vorgaben?
- Ist es, weil du vorwiegend reifere Menschen ansprichst die sich nur beschränkt oder nur partiell (z.B. im Beruf) im Internet bewegen und schon gar nicht in der Blog – Szene?
- Ist es, weil viele Leute (so wie du und ich :-) der Meinung sind, nicht gut genug zu schreiben? Oder weil deine Ansprechpartner speziell hohe Erwartungen an sich stellen? Deine “Corporate Identity” erwecken vielleicht den Eindruck einer sehr hoch angesetzten Messlatte?
- Oder sind es ganz allgemeine Bedenken, eventuelle Sicherheitsüberlegungen und technische Hürden die zu überwinden sind, bevor man in einem Kommentar auf die eigenen Ideen und Erfahrungen eingeht?
Anderseits sind wir, deine Zielgruppe gebildeter Senioren, die sich ernsthaft mit dem Thema einer neuen Partnerschaft ab 50. oder 60. Lebensjahr befassen, geradezu prädestiniert, einen aktiven Diskussionsbeitrag zu leisten.
- Wir haben nicht nur Lebenserfahrung, sondern naturgemäss (da wir keinen Partner haben :-) auch Zeit, ungestört zu surfen und zu schreiben.
- Wer schreibt, dem wird geschrieben. Ich freue mich über jede Rückmeldung - nicht nur, aber auch - von attraktiven und intelligenten Frauen … :-)
- Aktive Partnersuche ist unweigerlich auch mit Rückschlägen verbunden. Könnte ein anonymes Medium nicht auch dazu dienen, Trauer oder Frust loszuwerden?
“NICHTS IST STÄRKER ALS EINE IDEE, DEREN ZEIT GEKOMMEN IST (Viktor Hugo)“ lese ich auf deiner Startseite. Und “NUN IST ES ZEIT ….” - auch für uns Oldies virtuelles Neuland zu betreten, schreibst du in deinem Blog.
Als Mann, der Alterskategorie 60 ++, Ingenieur mit Hochschulabschluss und breiter Lebenserfahrung, der seit bald zwei Jahren auf Partnersuche ist, passe ich wahrscheinlich ganz gut in den Kreis deiner Blog - Besucher. Und da ich, in der virtuellen wie in der realen Welt, keine grossen Berührungsängste habe, will ich die Herausforderung annehmen und ein oder zwei Kommentare schreiben.
Dazu habe ich zunächst einige Stunden investiert und mir ein allererstes Bild der Blog – Szene gemacht. Speziell lehrreich empfinde ich in diesem Zusammenhang ein kurzes Video und die Hinweise auf http://www.westaflex-forum.de/haeufige-fragen/
Dann habe ich mir ein Pseudonym ausgedacht und schlussendlich eine neue, anonyme (kostenlose) Email – Adresse zugelegt: odysseus@bluemail.ch
Nun bin ich soweit und wenn du diesen, meinen ersten Kommentar im Netz lesen kannst, dann werde ich den Beweis erbracht haben:
never2late @ 60 + :-)